Unser Ziel: Die Arbeit, die zu Ihnen passt

Berufliche Rehabilitation und Integration für Menschen mit Behinderung.

Die Recklinghäuser Werkstätten gGmbH sind Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Unser Ziel ist die Entwicklung individueller Berufswege und Zugänge zur Arbeitswelt. Die berufliche Rehabilitation ist auf die Ziele des einzelnen Menschen ausgerichtet. 

Die Recklinghäuser Werkstätten haben insgesamt 11 Standorte im Kreis Recklinghausen. Rund 1.800 Frauen und Männer mit unterschiedlichen Behinderungen arbeiten an Arbeitsplätzen, die ihren speziellen Fähigkeiten und Fertigkeiten angepasst sind.

Die Angebote der Recklinghäuser Werkstätten richten sich an Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung oder Behinderung, nicht oder noch nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können. Im Rahmen unserer Angebote finden Sie Ihren Arbeitsplatz innerhalb der Recklinghäuser Werkstätten oder in einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes. 

Alle Beschäftigten in den Recklinghäuser Werkstätten erhalten ein Entgelt. Menschen mit Behinderung, die in den Werkstätten arbeiten, sind renten-, kranken- und pflegeversichert.

Wir freuen uns auf Sie und beantworten gerne alle Fragen.

Projekt "Auf die leichte Tour"

Neben ihrer Tätigkeit in der Werkstatt haben sich sieben Beschäftigte vergangenes Jahr zu Gästebegleitern ausbilden lassen. Sie führen interessierte Gruppen in Leichter Sprache, also in einer besonders einfachen Version des Deutschen, durch das LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop. Das Angebot läuft unter dem Titel „Auf die leichte Tour“ und ist ein gemeinsames Projekt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen. Es richtet sich aber ausdrücklich nicht nur an Menschen mit Lernschwierigkeiten, sonder ist für alle gedacht, die diese einfache Form des Deutschen besser verstehen.

Mehr dazu erfahren Sie im Video:

Auf die leichte Tour gewinnt exzellent Preis

Der „exzellent Preis“ für Bildung geht in diesem Jahr an die Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen. Verliehen wurde der Preis am 18. April auf der Eröffnungsveranstaltung der bundesweiten Werkstätten Messe in Nürnberg. Ausgezeichnet mit dem Exzellent Preis wurde ein tolles gemeinsames Projekt von Diakonie und LWL Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg. Menschen mit Behinderung, die in den Recklinghäuser Werkstätten ihren Arbeitsplatz haben, werden zu Gästebegleitern ausgebildet. Sie bieten im Industriemuseum „Auf die leichte Tour“ an - Führungen in leichter Sprache. Damit eröffnen sie für viele Menschen einen Zugang zu einem industriegeschichtlich bedeutenden Denkmal der Region.

1. Der Weg in die Werkstatt

In einem persönlichen Gespräch mit dem Begleitenden Dienst der Recklinghäuser Werkstätten beraten wir Sie zu allen Fragen, die Sie mitbringen. Fragen können sein:

  • Gehören Sie oder Ihr Angehöriger zu den Personen, die Anspruch auf einen Platz in einer Werkstatt haben?
  • Welche Qualifizierungs- und Arbeitsangebote bieten Ihnen die Recklinghäuser Werkstätten?
  • Welcher Kostenträger kommt für eine Maßnahme zur beruflichen Teilhabe infrage?
  • Wie und wo ist ein Antrag zu stellen?

Hat ein Kostenträger Leistungen zur beruflichen Teilhabe in einer Werkstatt zugesagt, entscheidet ein Fachausschuss über die Aufnahme in eine Werkstatt. Der Fachausschuss setzt sich zusammen aus

  • Vertretern der Bundesagentur für Arbeit, 
  • Vertretern des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe,
  • Vertreter der Recklinghäuser Werkstätten.

Stimmt der Fachausschuss dem Antrag auf Aufnahme zu, erfolgt die Aufnahme in das Eingangsverfahren. Der Entwicklung beruflicher Perspektiven steht nun nichts mehr im Wege.
Wir unterstützen und beraten Sie bei jedem Schritt. Darauf können Sie sich verlassen!

2. Sie stehen im Mittelpunkt

Für die Entwicklung Ihrer beruflichen Perspektiven bieten wir das Eingangsverfahren und daran anschließend den Berufsbildungsbereich an.

Im Eingangsverfahren (3 Monate) und im Berufsbildungsbereich (max. 2 Jahre) steht Ihnen eine qualifizierte, berufliche Begleitung zur Verfügung. Ihr persönlicher Bedarf an Begleitung findet in hohem Maße Berücksichtigung.

Ihr beruflicher Entwicklungsprozess wird intensiv begleitet. Im Arbeitsbereich der Werkstatt oder in einem anderen Unternehmen kommen Sie Schritt für Schritt weiter.

Im Vordergrund steht immer Ihr angestrebtes berufliches Ziel. Dieses kann sowohl in der Werkstatt, als auch in einem Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes umgesetzt werden. Übergänge sind in vielfältigen Formen (Außenarbeitsgruppe, Praktika usw.) jederzeit möglich.
Sie können sicher sein: Wir begleiten, unterstützen und beraten Sie zuverlässig.

3. So geht es. Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich.

Der Berufsbildungsbereich steht Menschen offen, die aufgrund einer Behinderung, einer psychischen Erkrankung oder einem anderen Handicap zurzeit nicht oder nicht mehr auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig sein können. Die Berufsbildungsmaßnahme setzt sich aus dem Eingangsverfahren und dem Berufsbildungsbereich zusammen.

Im Eingangsverfahren wird ein Profil Ihrer individuellen Fähigkeiten erstellt. Denn Sie bringen schon ganz viel mit. Erfahrungen aus Schule, Praktika, Berufserfahrung und/oder eine abgeschlossene Ausbildung werden in die Analyse Ihrer Kompetenzen und Potentiale mit einbezogen. Sie lernen die Inhalte und Ziele der Maßnahme kennen und wir stellen Ihnen mögliche Berufsfelder vor. Wir nehmen Ihre Wünsche und Vorstellungen ernst und entwickeln mit Ihnen daraus gemeinsam Ihren Eingliederungsplan. Wir gehen achtsam mit vorhandenen Einschränkungen um und versuchen gemeinsam Wege zu finden, Ihr Entwicklungspotential voll auszuschöpfen.

Wir besprechen auch, ob die Werkstatt das passende Angebot zur beruflichen Teilhabe für Sie zur Verfügung stellen kann. In Ihrem Eingliederungsplan werden in persönlicher und beruflicher Hinsicht die wichtigsten Ziele der Rehabilitation erarbeitet.

Eine Vermitlung von Praktika oder Arbeitsplätzen in Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes können Bestandteil der Zielvereinbarung sein.  

Im Berufsbildungsbereich unterstützen wir Sie durch:

  • ein mehrstufiges und in Modulen aufgebautes Bildungskonzept
  • geeignete Unterweisung/Methoden der beruflichen Bildung
  • Angebote, um Ihre berufliche und persönliche Entwicklung zu fördern
  • eine Kooperation mit weiteren Angeboten der beruflichen Integration
  • regelmäßige Zielvereinbarungsgespräche zur Entwicklung und Verfolgung Ihrer persönlichen Qualifizierungsziele

Berufsfelder, in denen wir eine Qualifizierung anbieten:

  • Holzverarbeitung
  • Garten- und Landschaftsbau
  • Montage und Verpackung
  • Metallverarbeitung
  • Grafik (Druckerei & Buchbinderei)
  • Großwäscherei
  • Hauswirtschaft
  • Textilreinigung
  • Veranstaltungskaufmännischer Bereich
  • Gebäudemanagement
  • Alltagshelfer und Assistenzleistungen (§87b|§45 SGB)
  • Pflegeassistenz (Kranken- und Altenpflege)
  • Fahrzeugpflege

Das Eingangsverfahren und der Berufsbildungsbereich sind von der Bundesagentur für Arbeit anerkannt.

Zum Ende des Berufsbildungsbereiches (in der Regel nach 24 Monaten) haben Sie viele Möglichkeiten. Abhängig von Ihrer individuellen Berufswegeplanung können Sie Ihren Arbeitsplatz in einem Arbeitsbereich der Recklinghäuser Werkstätten finden. Weitere Möglichkeiten sind die Vermittlung eines Praktikums oder eines Arbeitsplatzes in ein Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes.

In jährlichen Zielvereinbarungsgesprächen werden im Arbeitsbereich der Recklinghäuser Werkstätten Ziele und Wünsche zur beruflichen und persönlichen Entwicklung festgehalten und verabredet.

Wir verstehen die berufliche und persönliche Bildung/Qualifizierung eines jeden Menschen als lebenslanges Lernen. Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sind daher ein wichtiger Bestandteil der Rehabilitation und beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Ein breites Angebot steigert die berufliche Qualifikation, erweitert die persönlichen und sozialen Kompetenzen und bereitet auf Ausbildungs- und Arbeitsplätze in Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes vor. Wir bieten viel Abwechslung zum beruflichen Alltag. Die persönlichen Ziele und Entwicklungschancen jedes einzelnen Menschen stehen im Zentrum unserer Fort- und Weiterbildungsangebote.

Der Berufsbildungsbereich ist nach den Voraussetzungen und Forderungen der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert und zugelassen.

Wir begleiten und unterstützen Sie. Alle Fragen beantworten wir gerne und zuverlässig.

4. Unterstützen und Begleiten können wir richtig gut. Der Begleitende Dienst.

Zur Unterstützung und Beratung in pädagogischen, sozialen, rechtlichen und medizinischen Fragen steht in den Recklinghäuser Werkstätten der Begleitende Dienst zur Verfügung (§10 Werkstättenverordnung). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind jederzeit für Sie zu sprechen.

Wir wollen, dass Sie gut begleitet Ihre Möglichkeiten im Beruf und im Alltagsleben ausschöpfen. Wir sind an allen Standorten für Sie zu sprechen. Schwerpunkt ist der Bereich der Arbeit. Wir sind aber auch da, wenn es um Fragen aus dem privaten Bereich, zum Beispiel um Themen wie Gesundheit, Gesetzliche Betreuung, Wohnen und Mobilität im Alltag geht. Wir kümmern uns um Ihre Fragen, ggf. in Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern.
Wir sind ein professionelles Team aus Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeitern, Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen, Heilpädagoginnen/Heilpädagogen sowie Rehabilitationspädagogen.
Wir unterstützen bei der Entwicklung der Rehabilitationsziele und übernehmen die Dokumentation der Rehabilitationsleistungen gegenüber den Kostenträgern.


So erreichen Sie uns:

Horneburgerstraße 49
45711 Datteln
Tel. 02363 38160-32

So erreichen Sie uns:

Alte Grenzstraße 90
45663 Recklinghausen
Tel. 02361 3002 43

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