Häufig gestellte Fragen

Ich habe als Kind sexuelle Gewalt erfahren und bisher mit niemanden offen darüber gesprochen. Ich fühle mich oft wert- und hoffnungslos und habe viele Ängste? Kann mir in der Beratungsstelle für Frauen weitergeholfen werden?

Sie können sich an die Beratungsstelle wenden, unabhängig davon, ob die erlebte Gewalt aktuell ist oder lange zurückliegt.

Wie bekomme ich in der Beratungsstelle Hilfe?

Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle hören Ihnen zu, nehmen Sie ernst und glauben Ihnen. Sie schließen Informationslücken z. B. zu den Folgen sexueller Gewalt, sind Ihnen behilflich bei der Überlegung, sich wirkungsvoll zu schützen oder rechtliche Schritte einzuleiten. Bei einem Erstkontakt können Sie das Angebot der Beratungsstelle kennen lernen und ggf. weitere Termine vereinbaren. Wir helfen Ihnen, wenn Sie es wünschen und nur so weit, wie Sie es möchten.

Entstehen für mich Kosten für die Beratung?

Nein, das Angebot ist kostenfrei. Sie müssen auch nicht krankenversichert sein oder ihren Namen nennen.

Muss ich eine Anzeige erstatten, damit ich beraten werde?

Nein. Die Beratung ist unabhängig von einer Strafanzeige. Wir unterstützen Sie in Ihrer Entscheidung und informieren Sie bei Bedarf, was bei einer Anzeige auf Sie zukommt.

Ich bin Fachfrau und weiß von einer Klientin/ Kollegin/Schülerin/ Partner/ Patientin/ Familienangehörigen, dass Sie sexuelle Gewalt erlebt hat. Was kann ich tun?

Sie können einen Beratungstermin für sich selbst vereinbaren. Für Sie selbst kann es enormen Druck auslösen, die einzige Bezugsperson und Trägerin von Information zu sein ohne ggf. die Situation selbst verändern zu können. In der Beratung können Sie Wege erarbeiten, mit dieser Situation umzugehen.

Ich möchte mich über das Thema sexualisierte Gewalt informieren und wissen, wie ich mich bei einem Verdacht von sexualisierter Gewalt verhalten soll. Kann ich mich auch mit diesem Anliegen an Sie wenden?

Ja, wir arbeiten auch präventiv. Wir vermitteln sexualpädagogisches Grundwissen, versetzen Sie in die Lage, verantwortlich mit einem Verdacht von sexueller Gewalt umzugehen und ggf. weitere Schritte einzuleiten.

Haben Sie Schweigepflicht?

Ja, wir sind zur Verschwiegenheit verpflichtet und beraten auch anonym.

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