Fünf Fragen an: Thomas Baresel, Haustechniker/Hausmeister in den Wohneinrichtungen am Schillerpark und Haus in der Freiheit

Mit welchen Menschen arbeiten Sie?

Ich bin der handwerkliche Allrounder und betreue vier Objekte. Zwei davon in Haltern am See und zwei in Oer-Erkenschwick. Dabei begegne ich erwachsenen Menschen mit erhöhtem Hilfebedarf, geistigen Behinderungen, aber auch psychischen Erkrankungen und körperlichen Beeinträchtigungen.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit besonders gut?

Als allseits bekannter „Hausmeister“ bin ich eine häufige Anlaufstelle für Bewohner*innen und Mitarbeitende. Drückt einmal der Schuh, stehe ich gerne zur Verfügung. Ob eine defekte Lampe, Rollos, die ausgehängte Schublade oder „nur“ das Gespräch zu einem Problem.

Die Vorteile meiner Arbeit liegen in der Vielseitigkeit der anfallenden Aufgaben. Dabei begleiten und unterstützen mich einige der dort lebenden Bewohner*innen. Die Freude und der Spaß dieser unterstützenden Tätigkeiten sind den Bewohnern anzusehen.

Empathie spielt in diesem Job eine wichtige Rolle. Dabei wird die Wertschätzung jeder Tätigkeit vom Bewohner direkt an mich weitergegeben und als „Schulterklopfer“ bestätigt und zurückgegeben.

Wie hat sich Ihre Arbeit durch das Corona Virus verändert?

Ich musste meine Arbeiten auf Grund von Corona zeitlich etwas umstellen. Es waren ja alle Bewohner*innen im Wohnheim und der Tagesablauf war anders. So konnte ich bspw. den Rasenmäher nicht gleich in der Früh anwerfen, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt. Auch externe Gewerke durften zur akuten Zeit das Haus nicht betreten, sodass anfallende Arbeiten verschoben wurden oder ich teils selbst tätig werden musste. Das Tragen der Maske ist eine gewisse Einschränkung, da Sie den Menschen die visuelle Wahrnehmung einschränkt, z.B. beim Lächeln.

Wie geht es den Menschen, für die Sie verantwortlich sind?

Vielleicht trage ich nicht direkt die Verantwortung den Bewohnern*innen gegenüber. Aber doch eine Verantwortung für ihr Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden. Sie sollen sich schließlich wohl fühlen. Und dazu tragen wir alle gemeinsam bei.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten – welcher wäre das?

Mein Wunsch wäre es, dass sich alle Hausmeister/Haustechniker einmal jährlich zu einem Treffen verabreden, austauschen oder auch Aufgaben teilen, falls mal „Not am Mann“ ist oder fachmännischer Rat notwendig ist.
Das, was wir in der heutigen Zeit zu oft erleben, ist das jeder alles alleine machen möchte und der Zusammenhalt bzw. das gemeinschaftliche, freundschaftliche verloren geht.

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