"Jetzt mal langsam" - Verabschiedung von Mario Slowinski
12.08.2026
Referent geht nach 37 Jahren in den Ruhestand
Nach 37 Dienstjahren bei der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen wurde der Referent der Geschäftsführung Mario Slowinski nun mit einer bewegenden Andacht in den Ruhestand verabschiedet. Lieder und Texte hatte er größtenteils selbst ausgesucht - kein Problem für den Schwiegersohn eines Pfarrers. Engel spielten dabei eine große Rolle. Diakonie-Geschäftsführer Dr. Dietmar Kehlbreier griff das Stichwort in seiner Ansprache auf: „Braucht die Diakonie Engel und wenn ja, in welcher Form?“ Ungeachtet von Schutzengeln und zu Engeln verklärten Menschen ging es dem Theologen darum, „die Beziehung zwischen Himmel und Erde nicht abreißen zu lassen.“
Sein nun ehemaliger Mitarbeiter bringe dafür die besten Voraussetzungen mit. Er habe viele christliche Bezüge und Begleiter*innen in seinem Leben, die ihn behütet und furchtlos durchs Leben gehen ließen. „Mario Slowinski ist ein unaufgeregter und unprätentiöser Mensch, der sich von Gott begleitet weiß“. Gemeinsam mit Geschäftsführerin Christa Stüve dankte er ihm für die enge, vertrauensvolle und segensreiche Zusammenarbeit, bevor die Diplom-Kauffrau ins Detail ging.
Seit dem 1. Oktober 1989 arbeitete der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann als Referent der Geschäftsführung – damit war er Post- und Datenschutzbeauftragter, Netzwerker, Berater, Spezialist für Notarangelegenheiten, Telefonist, Handyvertragsverwalter, Autohändler und Versicherungsexperte, Organisator von Klausurtagungen und Pannenhelfer in Personalunion.
Stüve sprach aus, was viele über den Projektmanager Slowinski denken: „War ein Problem erstmal bei Ihnen angedockt, wurde es gut bearbeitet – oder gut geparkt. Sie konnten Themen aussortieren, wenn es klug war, und anpacken, wenn es nötig war. So wurden manche Prozesse wohltuend entschleunigt, während Sie im stillen Kämmerlein die Sache geklärt haben.“ Nur ein Auftrag für ihn sei noch offen: die Rückführung von 650 Telefonverträgen an den alten Anbieter. Das will Mario Slowinski dann als frischgebackener Ruheständler begleiten.
Johannes Burrichter, Leiter des Dienstleistungszentrums Bau und Immobilien, fasste zusammen: „Seine ruhige Art hat uns Sicherheit gegeben. Er hat Probleme gelöst, bevor sie sichtbar wurden – das Rampenlicht hat er nie gesucht. Sein Satz „Jetzt mal langsam“ war schon legendär“. Der Bau-Ingenieur ergänzte weitere slowinski-typische Funktionen: Protokollchef und Problemlöser, Kollege und Kümmerer, Unterstützer, Meister der Multifunktion, Herr der Knöllchen, Allzweckwaffe, Ruhepol-Profi, Alleskönner und Allrounder…Und damit ist auch klar, warum Mario Slowinski kein Engel sein kann – so viele positive, irdische Attribute kann kein Premium-Engel der Welt in sich vereinbaren.
Das letzte Wort hatte der Vater dreier Kinder, der sich nun darauf freut, später aufzustehen und mehr Zeit an seinem „Ankerplatz Familie“ und mit Freunden verbringen zu können, demnächst sogar als Großvater. „Mein Fazit nach 37 Jahren Diakonie: Wir sollten nie vergessen, dass jeder Mensch wertvoll ist. Menschlichkeit macht den Unterschied.“
Nicht nur als „Ehrenreferent der Geschäftsführung“ (Stüve) wird Mario Slowinski den Kolleg*innen in bester Erinnerung bleiben - die jederzeit gerne wieder aufgefrischt werden kann und soll.