Drei Personen (die Veranstaltenden) stehen in einem Kinosaal und lächeln in die Kamera

KEIN LAND FÜR NIEMAND – Kinodokumentation zum Weltflüchtlingstag 2026

Text von Julia Borries

02.07.2026

Nachbericht zur Veranstaltung

Es ist harter Tobak, den die ca. 100 Menschen am Montag, den 23. Juni abends in der Cineworld Recklinghausen sehen, lesen und hören. Die Ev. Erwachsenenbildung und das Haus der Kulturen hatten zur Sichtung des Films KEIN LAND FÜR NIEMAND – ABSCHOTTUNG EINES EINWANDERUNGSLANDES (Deutschland 2025, 111 Minuten) eingeladen - anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni 2026.

Nicht nur die anwesenden Zuschauer*innen müssen schlucken und auch die ein oder andere Träne wegwischen. Auch Filmemacher Maik Lüdemann ist berührt, als er von einem der Protagonisten im Film berichtet, der ein besonderes schweres Schicksal hat, nach Jahren im mittlerweile abgebrannten Lager Moria und dem Ausharren und Warten in einem deutschen Asylheim.

Aber neben all dem Schweren bietet der Film auch Ermutigendes, nämlich Beiträge von klugen Menschen, klugen Wissenschaftler*innen, die forschen, denken, analysieren. Die Lösungen entwickeln, Vorschläge haben und machen, wie es anders gehen könnte. Die klar die Folgen benennen und aufzeichnen von einer Politik, die immer mehr auf Abschreckung, Abschottung und Bedrohung setzt, in der die Schwächsten und Ärmsten die Last tragen müssen und gegeneinander ausgespielt werden. Und der Film zeigt zivilgesellschaftliche Akteur*innen und hochengagierte Menschen, die sich Tag und Nacht für die Rechte Geflüchteter und für Menschlichkeit und Solidarität mit allen Menschen einsetzen.

Es gibt sie, die guten Ideen. Und es gibt Menschen, die daran glauben, dass unsere Gesellschaft anders aussehen kann und muss. So steht am Ende im Film auch diese Zahl: 3,5 Millionen Menschen sind in 2024 auf die Straße gegangen, um gegen den erstarkenden Rechtsruck in Deutschland zu protestieren.

"Dem Rechtsruck, der so oft sprachlos macht, fliegen knapp zwei Stunden geballte Fakten, Fassungslosig- und Einfühlsamkeit entgegen“, so schreibt die Frankfurter Rundschau.

Viele Themen, offene Fragen und auch Ideen bietet also der Dokumentarfilm KEIN LAND FÜR NIEMAND – ABSCHOTTUNG EINES EINWANDERUNGSLANDES von Maik Lüdemann und Max Ahrends. Und es war gut, dass Regisseur Maik Lüdemann an diesem Abend selbst anwesend war und nochmal einiges zum Film und zum Thema selbst berichten konnte.

"Trotz des schweren Themas hat mir der Abend Kraft gegeben“, so Frank Armoneit, Mitveranstalter und Gruppenleitung im Haus der Kulturen, Fachdienst Flucht & Integration. Und Julia Borries, Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Recklinghausen, sagt: "Es ist so wichtig, dass es engagierte Filmemacher wie Maik Lüdemann und Max Ahrens gibt, die mit ihren Filmen zu so komplexen Themen wie Migration aufklären und informieren.“

Klare Sehempfehlung, auch für den Schulunterricht! Empfohlen ab der 9. Klasse.

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