Dank an die Ehrenamtlichen – 10 Jahre Ambulanter Hospizdienst Oer-Erkenschwick
22.06.2026
Mit einer ökumenischen Andacht unter dem Titel „Unverzagt und ohne Grauen“ dankten Diakonie-Geschäftsführer Dr. Dietmar Kehlbreier und Pfarrer Ernst Wellenbrink von der Oer-Erkenschwicker St. Josephgemeinde den Ehrenamtlichen, die seit 10 Jahren Sterbende, Schwerstkranke und ihre Familien begleiten. Die Stadt Oer-Erkenschwick war durch die stellvertretende Bürgermeistern Christina Hinz vertreten.
In der anschließenden Talkrunde blickte Pfarrerin a.D. Ilona Klaus zurück auf den Sterbebegleitkreis, Vorläufer des heutigen Hospizdienstes (AHD): „Wir hatten den Ruf, die schnelle Truppe zu sein. Der AHD hat da mehr Zeit. Die Begleitung beginnt nicht erst am Sterbebett“. Michael Börth, ehrenamtlicher Hospizbegleiter seit der ersten Stunde, dankte den Sterbenden für die Ruhe und Weisheit, die er bei ihnen erlebt. Schirmherrin Anne Althoff von Roell erinnerte sich, wie sie zusammen mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann Wichart von Roell u.a. Haarschneide-Aktionen gegen Spenden für den Hospizdienst organisierte.
Susanne Kellerhoff berichtete als Angehörige, dass sie selbst in der Pflege arbeitet und dankbar ist, in der eigenen Familien professionelle Unterstützung durch den Hospizdienst zu bekommen. Dagmar Podworny erzählte von ihrer Arbeit als Koordinatorin des AHD. Sie ist die Schnittstelle zwischen Hospizdienst-Gästen, ihren Angehörigen und den Ehrenamtlichen. Sie organisiert u.a. Treffen und Weiterbildungen, Letzte-Hilfe-Kurse für Externe. Superintendentin Saskia Karpenstein vom Kirchenkreis Recklinghausen, der den AHD zunächst getragen hatte, betonte das Aufeinander-Angewiesen-Sein von Kirche und Diakonie – nicht nur am Lebensende. Allen Gesprächsteilnehmern gemeinsam war der Wunsch, in Zukunft noch besser zu netzwerken.
Die Jubiläumsveranstaltung endete ungewöhnlich und unterhaltsam mit einem viel bejubelten Auftritt des Improvisationstheaters Emscherblut. Das Wichtigste aber waren vermutlich die Fingerfood-Gespräche zwischen Andacht, Talkrunde und Theater - genussvoll unterstützt vom Küchenteam des Claudius.