SozialstiftungNRW fördert diakonisches Vielfalt-Projekt
Vielfalt ist eine feine Sache, die schon viele Sonntagsreden bereichert hat. Nur mit der Praxis hapert es manchmal noch. Und genau da setzt VIDI (Vielfalt im Dialog) an – das aktuelle Projekt des Referats für Teilhabe und Inklusion im Diakonischen Werk im Kirchenkreis Recklinghausen. In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dortmund werden Konzepte und Werkzeuge entwickelt, die „Menschen mit Vielfaltsmerkmalen“ in die Lage versetzen, ihre Interessen und Bedürfnisse besser zu vertreten. Ihre Themen sollen in den Kommunen verankert und das Denken und Handeln in isolierten Bubbles (Blasen) überwunden werden.
Wobei der Begriff „Vielfahrtsmerkmale“ noch nicht endgültig definiert wurde – vielleicht alles das, was einen Menschen von der Mehrheit in seinem Umfeld unterscheidet. Das können religiöse, ethnische, physische, psychische, geschlechtsbezogene oder andere Merkmale sein. Die Projektgruppe unter der Leitung von Cosima Nellen nimmt zunächst Menschen mit einer Beeinträchtigung in den Fokus – Ziel ist es aber, Module zu entwickeln, die für alle Vielfaltsmerkmale passen.
Die SozialstiftungNRW, vertreten durch den Stiftungsratsvorsitzenden Marco Schmitz (MdL), fördert das Projekt mit 700.000 €, weitere 70.000 € gibt die Diakonie dazu. Die Laufzeit geht bis Ende 2028. Schmitz überreichte den Förderungsbescheid zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär (Heimat, Kommunales, Bau und Immobilien) Josef Hovenjürgen, zugleich Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Recklinghausen.