Neu-Ruheständlerin Christina Lecke neben dem Rednerpult vor der grünen Glaswand
Personalchefin Christina Lecke verabschiedet

Diakonie aus Überzeugung

Es hätte auch alles ganz anders kommen können. Nach ihrem ersten Juraexamen absolvierte Christina Lecke, die am Freitag in den Ruhestand verabschiedet wurde, ihr Refrendariat in einer Düsseldorfer Anwaltskanzlei. Mietrecht, Bau und Immobilien. „Das war gut bezahlt – und sehr zeitintensiv. 60 Stunden-Wochen waren keine Seltenheit.“ 

Und dann kam das Angebot, eine sechsmonatige Krankheitsvertretung in der Rechtabteilung der Diakonie - damals Rheinische Gesellschaft für Innere Mission - zu übernehmen. Ein Jahr Elternzeitvertretung schloss sich an, die Stelle wurde unbefristet und Christina Lecke legte los. Sie leitete den Rechtsausschuss der Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege und beteiligte sich an der Beratung von Gesetzen.

2015 wechselte sie „von der Mutter in die Tochter“, vom Landesverband zur Diakonie Leichlingen, bevor sie am 1. Juli 2019 als Personalchefin ins Dienstleistungszentrum Personal und Organisation (P & O) der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen kam. Eine der ersten Aktionen, an die sie sich erinnert, war eine Vereinbarung zu den neuen Diensträdern. Weitere Eckpunkte: Der Start der Recruiting-Kampagne „Jetzt kommst Du“ und die Angliederung des Freiweilligen-Referats an P & O. Hatte sie früher an Gesetzestexten mitgearbeitet, stand sie nun vor der Aufgabe, diese in den Arbeitsalltag zu übersetzen.

Christina Lecke denkt gerne an „viele persönliche wertschätzende Begegnungen.“ Ein Highlight war zweifelsohne der jährliche AOK-Firmenlauf, und das nicht nur, weil die Diakonie dabei immer sehr erfolgreich abgeschnitten hat. „An den Laufverkleidungen sieht man, wie bunt, vielfältig und einfallsreich wir sind“.

Die sozialen Kontakte innerhalb des Haues wird sie vermissen. „Nicht vermissen werde ich den Stau auf der A 2 und verspätete oder ausfallende Züge.“

Und was kommt jetzt? Die scheidende Personalchefin freut sich aufs Ausschlafen und Reisen. Ihr Engagement in der Solidarischen Landwirtschaft wird sie verstärken und durch Holland und an der (vielleicht auch an die) Ostsee radeln. Der Ruhestand kann kommen.

Ein Bericht über die Verabschiedungsfeier folgt am Montag.

 

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