Vier Mitarbeiterinnen des Coping-Projekts vor einer Wand mit angepinnten Schlagworten

Traumaschulung im Rahmen des Coping-Projekts

Schwarzes Logo mit roter Schrift: Gefördert durch die Aktion Mensch

Ein Trauma kann viele Ursachen, Auslöser und Folgen haben. Trauma-Pädagogin (und Mitarbeiterin der Dattelner Kontakt- und Beratungsstelle) Nicole Thoms hat jetzt in zwei Vorträgen einen Überblick gegeben. Die Sozialpädagogin beschrieb zunächst, wie der Selbstwert eines Menschen meist schon während der Kindheit geprägt wird und auch später noch stark von äußeren Einflüssen abhängt, dabei ist die gute Bindung zu Bezugspersonen entscheidend.

Störungen im Selbstwertgefühl können spätere einschneidende, biographische Ereignisse verstärken und zu Traumata und einer nachfolgenden posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) führen. Diese zeigt sich häufig in andauernder Übererregung, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten. Auch Beziehungsschwierigkeiten, Suchtmittel-Missbrauch und Selbstverletzungen können eine Folge einer PTBS sein. Sogenannte Flashbacks, plötzliche Erinnerungen an traumatisch erlebte Situationen, können einen Kontrollverlust und Panikattacken auslösen. Hier konnten die Teilnehmenden eigene Erfahrungen beisteuern.

Keine Analyse ohne Lösungsvorschläge: Nicole Thoms beschrieb, wie die Teilnehmenden Kraftquellen entdecken können, eigene Stärken und Dinge, die in ihnen Freude auslösen, um mit traumatischen Situationen besser umgehen zu können. Der Vortrag schloss mit einer praktischen Übung zur Selbststärkung.

Die interaktive Fortbildung wurde im Rahmen des COPING-Projekts des Referats für Teilhabe und Inklusion der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen angeboten und wurde von der Aktion Mensch gefördert. Coping steht für: Chancengerechte, offene und peer-integrierte Gesundheitsbegleitung.

 

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