Senioren und Seniorinnen sitzend in der Morgenrunde und haben Spaß zusammen

Tagespflege in der Abendsonne – Teil 2

19.05.2026

vier Seniorinnen sitzend im Profil
Renate Blicharski, Helena Noga, Irmgard Scholz, Hildegard Heuser

Der Tag könnte schlechter beginnen: Morgens um kurz vor acht wartet der Chauffeur vor dem Haus, um die Senior*innen an den Frühstückstisch zu fahren. Der ist wochentags täglich und üppig im Recklinghäuser Haus Abendsonne gedeckt. Die Runde ist allerdings jeden Morgen anders zusammengesetzt - manche Besucher*innen der Tagespflege kommen täglich, andere nur an ein oder zwei Tagen in der Woche. Und in ihrer Zusammensetzung spiegeln sie die Vielfalt des Lebens wieder – Männer, Frauen, mit und ohne Rollator, teilweise im Rollstuhl, mit Gehhilfen oder freihändig. Und jede/r bringt ihre/seine eigenen Erfahrungen mit.  

Die kommt dann später beim Austausch in der Sitzecke zur Sprache. Vorher wird noch gesungen und der Körper gelockert. Tagesbetreuer Patrick Gollan fragt jeden einzelnen, was gerade anliegt und liest schließlich aus der Tageszeitung vor – genug Stoff für eine anschließende Diskussion.  Die zentrale Lage von Haus Abendsonne bietet sich an für Ausflüge in die nähere Umgebung – unterstützt von Freiwilligendienstlern wie Max Brehm.

Renate Blicharski kommt seit einem Dreivierteljahr einmal in der Woche in die Tagespflege, „weil mir das Zusammensein gefällt und weil Bekannte von mir hier sind“. Auch wenn sie in Recklinghausen-Ost alleine in einer Wohnung lebt, fühlt sie sich nicht einsam. Die 84jährige hat drei Kinder und sechs Enkel – alle in Recklinghausen: „Wochenende ist Omazeit.“ Aber die Begegnungen in der Tagespflege sind noch mal was anderes. Die Seniorin genießt das Lachen, das Singen und die Begegnungen: „Ich fühle mich hier zuhause“.

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