Fachstelle Migration, Integration & Antidiskriminerung

Die verbandliche Migrationsarbeit in Herten wird im „Haus der Kulturen“ geleistet.

Im Haus der Kulturen haben sich die Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen, der Caritasverband für das Dekanat Herten e. V. sowie das Diakonische Werk im Kirchenkreis Recklinghausen gGmbH im Jahr 2001 zu einer Kooperation im Bereich der Migrationsarbeit in Herten zusammengeschlossen.

Das Haus der Kulturen liegt zentral in Herten-Mitte, in der Nähe der Hertener Innenstadt und in kurzer Entfernung zum Rathaus. Somit ist das Haus der Kulturen für Ratsuchende gut zu erreichen.

Im Haus der Kulturen finden sich unter anderem folgenden Dienste in Trägerschaft des Diakonischen Werkes des Kirchenkreises Recklinghausen gGmbH:

1. Integrationsagentur Herten

Seit 2007 fördert das Land Nordrhein-Westfalen in Trägerschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege Integrationsagenturen für die Belange von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Die Integrationsagentur Herten ist in Trägerschaft der drei Wohlfahrtsverbände Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen, dem Caritasverband Herten e.V. und dem Diakonischem Werk des Kirchenkreises Recklinghausen gGmbH.

Die Integrationsagenturen sollen

  • Einrichtungen der sozialen Versorgung dabei unterstützen, die Zugewanderten rechtzeitig zu erreichen und angemessen zu versorgen. Dies reicht vom Kindergarten über das Krankenhaus bis hin zum Seniorenheim
  • das vorhandene bürgerschaftliche Engagement im Bereich der Integration weiter qualifizieren und ausbauen
  • dort helfen, wo es im Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft zu Problemen kommt
  • in Stadtteilen mit sozialen Problemlagen die Eigeninitiative von Migrantenselbstorganisationen fördern.

Die Aufgabenbereiche der Integrationsagentur Herten gestalten sich sehr umfangreich und umfassend. Schwerpunktmäßig bestehen die Aufgaben der Integrationsagentur Herten im Wesentlichen in der interkulturellen Öffnung von Einrichtungen, der Antirassismus- beziehungsweise der Demokratiearbeit, der sozialräumlichen Arbeit und der Gestaltung und Koordinierung von bürgerschaftlichem Engagement.

2. Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit

Die Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Recklinghausen gGmbH wurde 2017 gegründet, um in Nordrhein-Westfalen die Entwicklung von Haltung und Sensibilisierung für das Thema Antidiskriminierung überregional zu unterstützen. Gleichzeitig baut die Servicestelle im Netzwerk der Antidiskriminierungsstellen, der Integrationsagenturen und der zahlreichen Netzwerke auf Bundes- und Landesebene ein Beratungsangebot für von Diskriminierung Betroffene auf.

Ziel der Servicestelle ist es, Diskriminierung und Benachteiligung auf der strukturellen, institutionellen sowie individuellen Ebenen auf vielfältiger Weise zu begegnen: durch parteiliche Beratung, politische Positionierung und die Entwicklung nachhaltiger Konzepte gegen Vorurteile und Rassismus, für eine streitbare, demokratische Gesellschaft.

Die Aufgaben der Servicestelle

  • Aufbau und Bekanntmachung eines Angebots zur Beratung und Begleitung für von Diskriminierung Betroffene, um sie in ihren Rechten zu stärken
  • Die Entwicklung und Verbreitung von innerverbandlichen Positionen und Konzepten gegen Rassismus, Vorurteile und für eine gerechte Gesellschaft sowie deren Vertretung in politischen, kirchlichen und diakonischen Gremien und Arbeitskreisen
  • Sensibilisierungsarbeit durch geeignete Maßnahmen und Qualifizierungen, um Diskriminierung vorzubeugen, aufzufangen und abzubauen
  • Die Beteiligung am Austausch und der Vernetzung zur Antidiskriminierungsarbeit mit den Antidiskriminierungsstellen der Integrationsagenturen, auf Bundes- und Landesebene
  • Planung und Durchführung von Projekten in der Antidiskriminierungsarbeit und politischen Bildungsarbeit

Kontakt:

Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit
Jessica Großer
Vitustr. 20, 45699 Herten
Tel.: 02366 180717
E-Mail schreiben

3. Aufsuchende Elternarbeit

Aufsuchende Elternarbeit, finanziert durch die Stadt Herten, bezeichnet den Besuch von Familien durch pädagogische Fachkräfte. Sie befasst sich mit der Problematik, dass es noch immer Kinder in den 1. Klasse gibt, deren Deutschkenntnisse nicht ausreichen, um den Einstieg in den Schulalltag ohne Schwierigkeiten zu bewältigen. Ziel der Maßnahme ist die Verbesserung der deutschen Sprache. Die Hausbesuche sollen Eltern dafür sensibilisieren, wie wichtig der Erwerb der deutschen Sprache für ihr Kind ist. Die Eltern werden im Rahmen ihrer persönlichen Möglichkeiten gestärkt und unterstützt sowie ihre Eigenkräfte aktiviert.

Ein weiteres Angebot ist das Rucksackprogramm: Das Programm Rucksack KiTa, finanziert durch die Stadt Herten, richtet sich zum einen an Eltern mit Migrationshintergrund und deren Kinder im Alter zwischen 4 und 6 Jahren, die eine Tageseinrichtung besuchen, und zum anderen an die Kindertageseinrichtungen, die von diesen Kindern besucht werden. Die Eltern erfahren, wie sie ihre Kinder in der Muttersprache und der allgemeinen Entwicklung optimal fördern können. Die Kindertageseinrichtung fördert die Kinder parallel dazu in der deutschen Sprache.

Kontakt:

Elternarbeit im Haus der Kulturen
Melanie Exter
Vitustr. 20, 45699 Herten
Tel.: 02366 1807-11
E-Mail schreiben

4. Flüchtlingsbegleitung

Im Büro Herten Mitte befindet sich die Flüchtlingsbegleitung für in Herten lebende Asylsuchende und Geflüchtete, die im Besitz einer Aufenthaltsgestattung, Duldung oder eines Ankunftsnachweises sind. Der Erstbesuch bei Ankunft in der Kommune und Folgebesuch unterstützt die Orientierung im Alltag und hilft anzukommen. Auch die Vermittlung von integrations- und kulturspezifischen Fragen sind wichtig im gemeinsamen Zusammenleben. Dazu kommt einzelfallbezogene Beratung sowie im Bedarfsfall die Begleitung zu Behörden, Institutionen und Ärzten. Mit weiterführenden Diensten wird kooperiert und notwendige Hilfen werden ggf. installiert.

Kontakt:

Flüchtlingsarbeit im Haus der Kulturen
Vitustr. 20, 45699 Herten
Tel.: 02366 4920686
E-Mail schreiben

5. Ehrenamtsnetzwerk

Seit Beginn der Flüchtlingsarbeit engagieren sich sehr viele Ehrenamtliche im Haus der Kulturen, das seit der Flüchtlingskrise ein Netzwerk an Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit organisiert, vermittelt und koordiniert. Mittlerweile gibt es einen regelmäßigen Newsletter und Beratungs-, Austausch- und Infoveranstaltungen zu relevanten Themen. 

Sie haben Interesse mitzumachen?
Dann schicken Sie uns eine E-Mail an: ehrenamt@hausderkulturen.de

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