Verantwortung übernehmen beim Teen Court

Tatort: Recklinghäuser Innenstadt, ein Geschäft. Neben Pulli und Hose auch noch die neuste Sonnenbrille anprobiert. Alles gefällt und wird mit­genommen. Bezahlen? Nein, danke! Schnell verschwinden die Klamotten in der Tasche. Ups, erwischt! Das gibt eine Anzeige. Jetzt droht eine Gerichtsverhandlung. Aber nicht vor irgendeinem Gericht, sondern vor dem Schülergericht. Der „TeenCourt“ ist das kriminalpädagogische Schülergericht in Recklinghausen, eines der wenigen in Europa und in Deutschland sogar das einzige. Das Projekt der Flexiblen Hilfen des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Recklinghausen gibt es bereits seit 12 Jahren. Es basiert auf der guten Zusammenarbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendgerichtshilfe. Regelmäßig werden neue Schülerrichterinnen und -richter ausgebildet. Nach abgeschlossener Ausbildung kommen diese in Dreiergruppen zum Einsatz. Verhandelt werden Erststraftaten, darunter minderschwere Vergehen, die von Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren begangen wurden. In den Verhandlungen besprechen die Schülerrichterinnen und -richter den Fall mit den Angeklagten auf Augen­höhe. Anschließend verhängt das Schülergericht Sanktionen.
25 Schülerinnen und Schüler nehmen an dem Projekt teil. „Die Mitarbeit beim Schülergericht ist spannend und lehrreich“, so eine von ihnen. „Dafür bin ich gerne in meiner Freizeit unterwegs.“

Du bist zwischen 14 und 16 Jahre alt und willst auch mit dabei sein? Dann melde dich bei Ann-Sophie Meyer 0157 54405853 · a.meyer1@diakonie-kreis-re.de Die nächste Ausbildungsrunde startet voraussichtlich im Frühjahr 2021,soweit es die Situation zulässt.

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